Das Kunst­fes­tival in Nord-Neukölln von Freitag, 27. Juni, 19 h bis Sonntag 29. Juni, 19 h

Es ist schon eine Insti­tution und eine für die Neukölln eine positive Berühmtheit erlangte. Wir haben unsere Kunst-und Kultur­schaf­fende Piratin Claudia Simon (Crew Fliegende Luftbrücke und Kunst­squad) gebeten uns einen Vorge­schmack auf das vielfältige Programm zu geben. Viele “Piratenthemen” hat sie bei den Künstler*innen gefunden und auch Piratinnen die sich dort mit ihrer Kunst zeigen.

Les Radeaus de Lampeduse – Claudia Simon @k_propa­ganda

Dieses Wochenende gibt’s in Neukölln wieder die 48 Stunden, zweifellos Berlins größtes – viele sagen: schönstes – Kunst­fes­tival. Über 300 Veran­stal­tungen in 200 Locations sind mit Festi­val­bei­trägen zum Thema Courage. dabei, drinnen wie draussen. Ausserdem zeigen rund 100 Galerien, Ateliers und Projek­träume, was sie gerade so machen. 

Spezielle Orte und Reihen helfen bei der Orien­tierung in der Fülle: für (und von) Kinder und Jugend­liche  gibt es erstmals ein eigenes Festival im Festival. “Zeig dich”; die “Rosa Route” bündelt Veran­stal­tungen zu queeren Themen. Beim “Junipark” am Tempel­hofer Feld geht es um Gentri­fi­zierung und Stadt­u­topien und in den Neukölln Arkaden zeigt die Ausstellung “Courage” Zentrale ausge­wählte Projekte, die soziales und politi­sches Engagement thema­ti­sieren.

Um aktuelle gesell­schaft­liche Themen geht es nicht nur in der Zentralen Ausstellung, sondern auch bei vielen anderen Veran­stal­tungen im Festival. So setzen sich viele Projekte mit künst­le­ri­schen Mitteln ganz konkret mit Themen ausein­ander, die auch uns Piraten beschäf­tigen: Flucht und Migration, Integration und Inklusion, Gender und Feminismus uvam. 

Und wie kommt eins durchs Festival? Mit dem in allen Veran­stal­tungs­orten vorrä­tigen, nach Kiezen sortierten Programmheft, dem handlichen Plan aller Festi­valorte, dem Online-Programm inkusive Merkzettel auf der Festi­val­ho­mepage – und mit viel Neugier und Durch­hal­te­ver­mögen :))

Empfeh­lungen? Schwierig, schwierig. Vorschlag: Einfach mutig ins Festival eintauchen, sich treiben lassen, mit Akteur*innen und Besucher*innen austau­schen: den inspi­ra­tiven Charme der künst­le­ri­schen Vielfalt entdecken und halt nicht nach dem suchen, „was man unbedingt gesehen haben muss“. Dennoch möchte ich euch #ausgründen zwei Ausstel­lungen ans Herz legen: “20 000 Monster unter dem Meer”, meisterlich gezeichnete Tentak­tel­monster von Gerline Schrön (@feenzeit) von einem wunder­vollen Hörspiel begleitet und, verzeiht, na klar, meine eigene (@k_propa­ganda) Instal­lation “Les Radeaus de Lampeduse”. Sie zeigt, was Flücht­linge erfahren, wenn sie auf einem Schiff zusam­men­ge­pfercht um ihr Über­leben bangen. In der Essenz geht es um Mitge­fühl. 

Viel Spaß! Bleibt coura­giert!

Und hier das Festi­val­pro­gramm: http://www.48-stunden-neukoelln.de/

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