Die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule war durch­gehend Spielball der Verhand­lungen um die Unter­bringung der Flücht­linge. Zunächst waren sie im verkün­deten Kompromiss enthalten, dann ging es erstmal nur um den Orani­en­platz. Nun gibt es aller­dings ständig Forde­rungen nach der Räumung der Schule seitens des Senats. Mit dieser Forderung geht jedoch auch Verant­wortung einher. Sicherlich gäbe es dort Menschen, die lieber in einer Landes­un­ter­kunft wohnen würden. Für diese Menschen steht fest: Das Versprechen nach Bereit­stellung von Wohnraum gilt auch für die Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule.

Aktuellen Medien­be­richten ist aller­dings zu entnehmen, dass diese aufgrund von Missver­ständ­nissen und internen Konflikten innerhalb der hetero­genen Gruppe(n) nicht auf der Senats­liste stehen. Trotzdem wird die Forderung nach der Räumung der Schule aufrecht erhalten. Die Senats­liste zur Unter­bringung selbst umfasst jedoch nicht die Gesamtzahl der bislang offiziell verkün­deten 467 Personen, sondern lediglich 326 Personen. Warum nun nicht zumindest noch die Differenz von mindestens 141 Personen mit über­nommen werden kann, erschließt sich nicht und erklärt sich allen­falls durch die neu gefundene ‘Harte Linie der Flücht­lings­po­litik, wie sie bei der Räumung des Breit­scheid­platzes deutlich wurde (mehr zur Räumung im N64-Bürocast #7).

Artikel im Tages­s­piegel mit ein wenig Hinter­grund: “BVV beschäftigt sich mit der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule”

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