Veran­staltung
Mittwoch, 28.01.2015
19:30 Uhr in der N64

Was haben Geschlech­ter­vor­stel­lungen mit Rechts­ex­tre­mismus zu tun? Dieser spann­denden Frage wollen wir mit unserer Veran­staltung nachgehen. Sie wird in der wissen­schaft­lichen Forschung erst seit 10 Jahren konse­quent gestellt und findet in der Präven­ti­ons­praxis noch viel zu wenig Nieder­schlag.

Wir haben eine Pionierin dieser Forschung und Fachfrau einge­laden: Dr. Heike Radvan ist Erzie­hungs­wis­sen­schaft­lerin und promo­vierte im Jahr 2009 zum Thema “Pädago­gi­sches Handeln und Antise­mi­tismus” an der Freien Univer­sität Berlin. Seit 2002 arbeitet sie in der Amadeu Antonio Stiftung u.a. zu den Themen “Antise­mi­tismus in der DDR” und “Gender und Rechts­ex­tre­mis­musprä­vention”. Sie entwi­ckelt u.a. Konzepte, wie dieses Wissen über die Zusam­men­hänge zwischen rechtem Gedan­kengut und Männ­lich­keits­ideen in die praktische Arbeit mit Jugend­lichen umgesetzt werden kann.

Wenn wir auf die Lebens­welten und Lebenäuße­rungen von Rechten z.B. bei Demons­tra­tionen schauen, stellen wir unschwer fest, dass die Kategorie Gender eine wichtige Rolle spielt. Härte, Mangel an Empathie, hierar­chi­sches Denken u.v.m. Generell kann bei Rechten von einer Orien­tierung an tradi­tio­nellen Geschlech­ter­rollen gesprochen werden, die das Innen einer konstru­ierten “Volks­ge­mein­schaft” struk­tu­riert. Was genau das bedeutet und wie diese Zusam­men­hänge aussehen, davon wird Heike Radvan berichten und uns Einblick in die aktuellen Konzepte für Präven­ti­ons­arbeit gewähren.

Kommt zahlreich, wir freuen uns auf Euch und auf eine berei­chernde, lebendige Veran­staltung.

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