Rechte Bewegungen erstarken in Deutschland wie in ganz Europa und schaffen es die Regie­rungs­par­teien vor sich her zu treiben. Die um die gesell­schaft­liche Mitte Werbenden über­bieten einander mit rechten Forde­rungen. Harte Zeiten für DIE LINKE.

Zudem hat die Partei das Image eine über­al­terte Kader­partei zu sein. Ihre Arbei­ter­kampfrhe­torik wirkt antiquiert in einer Zeit, in der Erwerbslose längst die prekä­ri­sierte Schicht stellen und in der durch die Digita­li­sierung Millionen weitere Arbeitsplätze ersatzlos entfallen.

DIE LINKE hat sich bemüht einen Burgfrieden zwischen den zerstrit­tenen Flügeln herzu­stellen. Doch diesen kriti­sieren viele als Still­stand. Sind lebendige Debatten und ein Weiter­ent­wi­ckeln der Partei so über­haupt möglich?

In Sachsen-Anhalt wirbt DIE LINKE selbst­be­wusst um den Posten des Minis­ter­prä­si­denten, obwohl es laut aktuellen Umfragen nicht für Rot-Rot-Grün reichen würde. Einige partei­in­terne Stimmen finden das unglaub­würdig und würden lieber einen kompro­miss­losen Opposi­ti­ons­wahl­kampf führen.

Wohin will DIE LINKE über­haupt? Schafft sie es sich zu öffnen und die gesell­schaft­liche Linke hinter sich zu vereinen? – Nötig wäre es!

Das Kiezbüro N64 läd euch gemeinsam mit der Ema.Li Berlin am 05.02.2016 zu einer Diskus­si­ons­runde ein. Beginn: 19.00 Uhr

Es disku­tieren:
Klaus Lederer: Landes­vor­sit­zender DIE LINKE BERLIN
Anne Helm: Ema.Li Bundess­ko­or­di­na­ti­ons­kreis und Mitglied der Piraten­fraktion der BVV Neukölln

Moderation:
Anisa Fliegner: Ex-Piratin und Sprecherin der BAG Netzpo­litik DIE LINKE

3 Kommentare

  1. 1

    Die Arbeiterklasse hatte im Kapitalismus eine revolutionäre Bedeutung weil sie den Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung täglich am eignem Leib erfuhr. Sie war die Klasse die diesen Widerspruch auflösen konnte.
    Das prekäre oder die vielfach ärmlichen Lebensverhältnisse prädestinierte sie nicht als revolutionäre Klasse.
    Der gegenwärtige Feind der Zukunft ist einerseits die Verherrlichung der Arbeit und andererseits der Nationalismus.

  2. 2

    Die Linke, die SPD und Gewerkschaften sehen sich in Tradition der Arbeiterideologie und setzen auf die legendäre Vollbeschäftigung. Unter ihnen finden sich häufig die erbittertsten Gegner des BGE.
    Umd leider scheinen Arbeiterideologie und Nationalismus durchaus kompatibel, bei vorurteilsfreien historischer Betrachtung des letzten Jahrhunderts. Das könnte die Häufigkeit erklären mit der Gysi der Kanzlerin vorwarf, sie schade ‘unserem Land’.

    Ich glaube nicht das die Linke diese Altlasten überwinden wird.

  3. 3

    Ich wohn leider nicht in Berlin und möchte euch gern zuhören. Macht ihr einen Audio-Mitschnitt?
    Das wär echt toll.

Was denkst du?