Als die Politik reali­sierte, dass immer mehr Menschen in Deutschland ohne Kranken­ver­si­cherung sind, sollte eine (für den Staat) kosten­neu­trale Regelung Abhilfe schaffen: die allge­meine Kranken­ver­si­che­rungs­pflicht. Somit „durf­te“ kein Mensch mehr unver­si­chert sein.

Das eigent­liche Problem, das Menschen trifft, die sich diese Versi­cherung wirtschaftlich nicht leisten können, ist mathe­ma­tisch leicht ausre­chenbar. Und so gibt es auch heute noch Hundert­tau­sende unver­si­cherte Menschen – vornehmlich papierlose Geflüchtete und (Solo-)Selbst­ständige in finan­zi­ellen Schwie­rig­keiten.

Der System­fehler wird aktuell auf vielen Ebenen solida­risch durch einzelne Gruppen kompen­siert:
Praxen ohne Grenzen, Ärzt*innen, die unkom­pli­ziert und kosten­günstig helfen, Lifehacks für eine Rückkehr ins System und andere teillegale Möglich­keiten.

Wie es sich anfühlt im Jahr 2016 ohne Versi­cher­ten­karte zu leben und die Diagnose einer schweren Krankheit zu bekommen, davon berichtet Claudius Holler aus eigener Erfahrung bei uns im Büro. Er lernte unter­schied­liche Lösungswege kennen und fand heraus, wie das Problem zu beenden oder zumindest zu deeska­lieren ist. Darum soll es am 4. Mai gehen – aber auch gesamt­ge­sell­schaft­liche Forde­rungen für eine Versi­cherung für alle können disku­tiert werden.

Claudius wird zur Veran­staltung Soli-Mate mitbringen. Von den Spenden­ein­nahmen werden die Rechts­kosten für einen Antifa­schisten bezuschusst, der aufgrund seiner Aktivi­täten in einen Rechtss­treit geraten ist.

Wir freuen uns auf euch!

Was denkst du?