In den letzten Tagen ist die Situation im Hausprojekt Rigaer Straße 94 wieder eskaliert – augen­scheinlich ist das die Wahlkampf­stra­tegie von Innen­se­nator Henkel. Im Juni wurden die „Kad­t­er­schmie­de“, der Rest des Erdge­schosses, mitsamt Werkstatt und Garten, sowie der Dachboden des Hinter­hauses und der Dachboden im Vorderhaus ohne vorherige Ankün­digung geräumt. Oli, Fabio und Harry sind für das Büro regel­mäßig vor Ort. Harry gab dazu ein Interview bei RadioEins, worin er berichtet, wie es zu der Eskalation kommen konnte und über die politi­schen Aktivi­täten der Bewoh­ne­rInnen spricht.

Nicht nur, dass die Polizei die wahrscheinlich illegalen Bauar­beiten im Haus begleitet und dort auch aktiv Anteil nimmt – seit einigen Wochen wird jede Aktivität in der Rigaer Straße von einem massiven Polizei­auf­gebot begleitet. Dabei finden sich BeamtInnen aus dem ganzen Bundes­gebiet. Alleine am gestrigen Dienstag wurden neben nieder­säch­si­schen und rheinland-pfäl­zi­schen auch bayerische Polizei­be­am­tInnen gesehen, wodurch die verpflich­tende Berliner polizei­liche Kennzeichnung umgangen wird. Fotos von ihnen sowie andere Aufnahmen aus der Rigaer Straße hat Fabio gemacht. Cml7FEwWEAAD0y4Die Bewoh­ne­rInnen der Rigaer wehren sich vor allem mit kreativen Aktionen. Als am Dienstag die Verhandlung über die Recht­mäßigkeit der Kadter­schmiede entfiel, wurde spontan eine alter­native Gerichts­ver­handlung in Form eines Theater­stücks insze­niert.CmltCPRXEAAiFNH

Um weiterhin auf die illegale Räumung und die andau­ernde Polizei­re­pression aufmerksam zu machen, rufen wir rufen alle auf, sich an der Soli-Demons­tration am Samstag, den 9. Juli, ab 20:30 Uhr zu betei­ligen.

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