Am 25. Juni wurde die erste der für Geflüchtete genutzten Turnhallen in Kreuzberg über­ra­schend und kurzfristig geräumt. Der Leerzug der Turnhalle am Tempel­hofer Ufer verlief laut Betreiber und Beobach­te­rInnen jedoch ruhig und relativ reibungslos. Aller­dings war lange ungewiss, wohin die Bewoh­ne­rInnen nach der Räumung ziehen werden. Dies wurde verkom­pli­ziert durch die Ablehnung der Nutzung der Gerhart-Hauptmann-Schule als Flücht­lings­un­ter­kunft durch die CDU-Fraktion. Im Juni kippte sie den Vorschlag ihres eigenen Senators, Mario Czaja. Nun befinden sich die Geflüch­teten in Hohen­schön­hausen und Spandau – bisherige soziale und schulische Bindungen werden daher mittel­fristig kaum aufrecht­zu­er­halten sein. Die unüber­sicht­liche Situation und derzei­tigen Heraus­for­de­rungen für Geflüchtete und Unter­stüt­ze­rInnen beschreibt Marie von “Kreuzberg hilft” in einem Interview mit dem Radio­sender Multi­cultFM.

Wirklich chaotisch geht es beim LAGeSo auch im Vorfeld der Umstruk­tu­rierung in die neue Landes­be­hörde “Landesamt für Flücht­lings­an­ge­le­gen­heit­heiten (LAF)” zu. Zum 1. August wird dieses laut Gesetz offiziell in Kraft treten, aber an welchen Stand­orten wann welche Mitar­bei­tenden sitzen, bleibt weiter unklar. Dazu stellte Fabio kürzlich eine Anfrage. Auch das Neue Deutschland berichtete, – insbe­sondere über die horrenden Kosten der Notun­ter­künfte im Vergleich zu alter­na­tiven Unter­brin­gungs­formen sowie über die Kosten der Trans­porte der Geflüch­teten zwischen den verschie­denen Stand­orten.

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